Was war zu tun

Ich fing an, im Internet zu suchen. Ich fand Websites über Hautkrebs. Es passte jedoch keine der Informationen. Mein Tumor war in der Fußsohle gewesen und hatte keine Farbe gehabt. Aber Seiten über Staging und die Prognose gaben mir nicht sehr positive Gedanken. Soweit ich sehen konnte, war der Tumor über 4mm dick, aber ich war frei von Metastasen und deshalb hätte der Tumor Stadium IIB sein müssen, was bedeutet, dass die Chance, dass ich 10 weitere Jahre überleben wurde, nur 60% war. Ich tröstete mich damit, dass der Tumor überhaupt nicht zu den Beschreibungen passte.

In der Zwischenzeit versuchte meine Freundin, alternative Heilmethoden zu finden. Ich probierte ein Enzym aus, das WoBe-Mucos heißt, in der Annahme, dass es nicht schaden könnte, und dass es einigen Leuten geholfen zu haben schien. Leider reagierte ich allergisch auf einen der Inhaltsstoffe und bekam Ausschlag am ganzen Körper. Ich hörte damit sofort auf.

Nachdem keine Metastasen gefunden worden sind, entschieden sich die Ärzte für eine zweite Operation, um den Rest des Tumors mit großem Sicherheitsabstand zu entfernen. Da sehr viel vom Fuß entfernt werden musste, brauchte ich jetzt auch einen plastischen Chirurgen, um einen sogenannten Latissimus-Dorsi-Lappen auf den Fuß zu transplantieren. D.h. Haut und Muskel würden von der Schulter und dem Rücken genommen, um den Fuß abzudecken.

Es klang doch alles ziemlich einfach. Tja, ich würde drei Monate nicht laufen können und könnte keine Marathons danach rennen, aber es klang nicht so schlimm und natürlich sehr viel besser als Krebs. Ich konnte keine Information über diese Art plastischer Chirurgie finden. Es gab einige Beispiele von plastischchirurgischen Rekonstruktionen vom Fuß mittels Latissimus-Dorsi-Lappen. Ich konnte nichts nützliches für Patienten finden, weil das meiste von Ärzten für Ärzte geschrieben worden war.

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